Shampoo Haarseife (2. Teil) - Wasch-Anleitung, Tipps & Tricks

Ging es im 1. Teil noch um die große Frage „warum, wieso, weshalb?“, kommen wir jetzt zum knackigen „WIE“!

 

Wie wasche ich mir mit natürlicher Shampoo Haarseife die Haare?

 

Viele Wege führen nach Rom und es gibt auch viele Arten und Techniken sich die Haare zu waschen. Wir erheben keinen Anspruch auf die ultimative Anleitung, aber mit unserer Technik haben wir mit Abstand die besten Ergebnisse erzielt und viele unserer Kunden haben uns das bestätigt. Also ab unter die Dusche, unter den Wasserhahn, in die Badewanne, in den Seerosenteich oder die ganz Glücklichen unter euch, unter den tropischen Wasserfall!

 

1. Get Wet!

Macht eure Haare mit warmem Wasser ordentlich nass. Haltet die Haarseife unter den Wasserstrahl damit auch sie nass wird. 

 

2. Rub it in!

Reibt zunächst mit der nassen Seife kreisförmig direkt über euren Kopf. Fangt am Besten bei eurem Hinterkopf an, da dieser am schnellsten nachfettet. Vergesst den Nacken, die Schläfen und den Vorderkopf nicht. Wenn ihr das Gefühl habt das die Seife zu trocken wird, macht sie unter dem Wasserstrahl einfach nochmal nass.

 

3. Aufschäumen!

Legt die Haarseife in die Seifenschale wo sie gut abtropfen und trocknen kann. Schäumt mit euren Fingern den Schaum in euren Haaren so richtig gut auf, bis er richtig fluffig, weiß und sahnig wird. Massiert jetzt mit euren Fingern 30 Sekunden lang gründlich eure Kopfhaut (am besten langsam mitzählen, denn 30 Sekunden sind länger als man denkt) und achtet darauf das dabei genug Schaum entsteht. Dieser sollte währenddessen stabil bleiben. Ist die Kopfhaut gründlich eingeschäumt könnt ihr sanft den Schaum kurz in die Haarlängen einarbeiten, dies braucht ihr jedoch keine 30 Sekunden lang machen. In erster Linie reinigt ihr mit eurer Haarseife nämlich die Kopfhaut. Die Haarlängen kommen erst an zweiter Stelle. Bei sehr kräftigen oder langen Haaren die Haarlängen mit der Haarseife etwas gründlicher einschäumen und den Schaum einmassieren. 

 

WICHTIG: Sollte der Schaum beim einmassieren unter lautem Knistern verschwinden, oder nicht bis zur Kopfhaut durchdringen, spült die Haare gründlich ab und wiederholt Schritt Nr. 2. 

 

4. Rinse it out!

Spült eure Haare gründlich mit sehr warmem Wasser aus. Schlecht ausgespülte Seife (das gilt auch für herkömmliche Shampoos und ist eine weitverbreitete Ursache für Kopfhautjucken, Schuppen und fettiges Haar) legt sich auf Kopfhaut und Haar und verklebt diese auf Dauer. Viele geben dann der Haarseife oder der Kalkseife (siehe Blogeintrag „Shampoo Haarseife 1. Teil“) die Schuld, doch meistens liegt es an der falschen Waschtechnik. Massiert die Kopfhaut beim Ausspülen gründlich mit den Fingern und lockert dabei immer wieder die Haare auf, damit auch wirklich der letzte Rest Seifenschaum ausgespült wird. Optional könnt ihr euer Haar abschließend kurz mit kühlem Wasser spülen. Das hilft den Haarschaft schneller zu glätten.

 

WICHTIG: Sollten sich eure Haare und/oder Kopfhaut nach dem ausspülen und trocknen leicht fettig oder klebrig anfassen, so habt ihr nicht lange und gründlich genug geschäumt. In diesem Fall Schritt 2 und 3 wiederholen.

 

Wenn ihr eure Haare das erste Mal mit natürlicher Haarseife gewaschen habt, fassen sich diese, im Gegensatz zu herkömmlichen Shampoos, etwas fester und vielleicht auch struppiger an. Siehe Blogeintrag „Shampoo Haarseife 1. Teil“. Das gibt sich bei kurzen und/oder unkomplizierten Haaren nach kurzer Zeit von selbst, wenn die Haare wieder trocknen. 

 

5. Saure Rinse

Solltet ihr langes, lockiges, fliegendes, stumpfes, dickes, sprödes oder schlecht durchkämmbares Haar haben, empfehle ich eine Saure Rinse, damit sich der Haarschaft schneller glättet. Nehmt hierzu einen Esslöffel naturtrüben Bio-Apfelessig auf einen halben Liter Wasser, spült das Haar damit und massiert die Saure Rinse kurz ein (bei besonders langem oder dickem Haar gerne die doppelte Menge). Anschließend mit nicht zu warmem Wasser kurz ausspülen. Für extra Volumen und traumhaften Glanz, kann man die Rinse im Haar lassen. Bei empfindlichem oder zur Trockenheit neigendem Haar empfehle ich sie lieber mit Wasser auszuspülen. 

 

Fertig!!

 

Da auch dieser Teil erheblich länger wurde als beabsichtigt, erfahrt ihr im 3. Teil (<- hier klicken) mehr zur Sauren Rinse, Alternativen und den dazugehörigen Rezepten.

 

Einen schönen Sonntag und Baba

Marc-Simon 

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Kommentare: 6
  • #1

    Jana (Mittwoch, 21 Februar 2018 22:00)

    Ich bin schon gespannt auf den nächsten Teil!
    Tolle Infos, verständlich erklärt! �

  • #2

    marcsimon@hausedwolf (Donnerstag, 22 Februar 2018 09:59)

    Vielen lieben Dank, Jana!
    Ich bin schon dran und er ist fast fertig :D

  • #3

    Marie (Freitag, 20 Juli 2018 20:38)

    Hallo, habe eure Seife für Anfänger gekauft. probiere schon relativ lange mit haarseifen herum aber es wollte nie so richtig klappen..
    was mache ich falsch wenn sich die haare nach dem waschen sehr klebrig anfühlen? meistens sind auch die unteren haarlängen sehr fettig..
    viele Grüße

  • #4

    marcsimon@hausedwolf (Freitag, 20 Juli 2018 21:21)

    Hallo liebe Marie,
    ich kann nur für unsere Haarseifen sprechen.

    Wenn sich dein Haaransatz und/oder deine Längen klebrig oder fettig anfühlen, dann wurde die Haarseife nicht genügend aufgeschäumt, und/oder der Schaum nicht ausreichend in die Kopfhaut und die Haare einmassiert.

    Das führt dazu, dass das Sebum das die Kopfhaut produziert, oder Produktrückstände von der Haarseife, nur ungenügend angelöst werden und dadurch beim ausspülen nicht komplett ausgewaschen werden können. Eine Mischung aus Haarseife und Sebum bleibt dann als klebriger Belag auf der Kopfhaut, den Haaransatz oder in den Haarlängen zurück.

    Bei Anwendung der Haarseife ist es wichtig, dass diese direkt auf der Kopfhaut aufgeschäumt wird, solange bis du genügend Schaum hast. Den Schaum dann mit den flachen Fingern mindestens 30 Sekunden in die Kopfhaut und den Haaransatz einmassieren. Schau dabei auf eine Uhr mit Sekundenzeigern oder zähle langsam bis 30 (30 Sekunden sind länger als man denkt).
    Achte bitte darauf ob nach den 30 Sekunden noch genügend Schaum vorhanden ist, oder ob sich dieser bis dahin verflüchtig hat. Das kommt auch bei herkömmlichen Shampoos vor, wenn man zuviel Styling-Produkte oder Pflegeprodukte verwendet hat, oder wenn man die Haare einen Tag "zu spät" wäscht.

    Ist der Schaum nach 30 Sekunden zusammengefallen, spüle deine Haare bitte mit Wasser aus und wiederhole den ersten Schritt. Also Haare mit der Seife einschäumen und 30 Sekunden einmassieren, denn dann hat die Haarseife das Sebum und/oder die Produktrückstände beim ersten Mal nicht komplett lösen können.

    Wenn nach 30 Sekunden noch genügend Schaum vorhanden ist, dann massiere diesen noch etwas in die Haarlängen ein und spüle anschließend die Haare mit Wasser aus.

    Wohnst du in der Nähe von Nürnberg? Dann komm gerne mal in unserem Laden vorbei und spreche uns an. Du kannst uns auch gerne zu den Geschäftszeiten telefonisch kontaktieren.

    Ich hoffe ich konnte dir helfen und deine Fragen beantworten. Gib uns gerne Bescheid wie du mit der Haarseife weiterhin zurechtkommst.

    Liebe Grüße und Baba
    Marc-Simon

  • #5

    Anni (Mittwoch, 05 September 2018 19:39)

    Hallo, mir stellt sich die Frage ob sich die Seife auch mit kaltem Wasser genug ausspülen lässt...
    da steht ja ganz klar warm - aber in der Wildnis ist oft kein warmes vorhanden :)
    Lg

  • #6

    marcsimon@hausedwolf (Donnerstag, 06 September 2018 10:36)

    Hallo liebe Anni,
    klar kannst du deine Haare auch mit kaltem Wasser ausspülen. Je nach Wasserqualität in der Wildnis kann es jedoch vorkommen das du etwas länger spülen musst.

    Was sich gar nicht zum ausspülen eignet ist Destilliertes Wasser.

    Liebe Grüße und baba
    Marc-Simon